Endlich wieder ein essbarer Pilz in diesem heurigen, außergewöhnlich trockenen Sommer 2026! 🍄
Nach dem ersten ergiebigen Gewitterregen dieses heißen Sommers machte ich gestern eine erfreuliche Entdeckung: Entlang einer Schotterstraße neben einem Bach im Wald, standen die ersten Mehlräslinge – und gleich daneben fanden sich auch einige Netzstielige Hexenröhrlinge.
Er wächst gerne an schotterigen Stellen in Gesellschaft mit Nadel-, und Laubbäumen. Neben dem Bach im Mischwald war es anscheinend feucht genug um die Fruchtkörperbildung anzuregen. Es wird vermutet, dass der Mehlräsling mit dem Myzel anderer Pilze verbunden ist bzw. parasitisch auf deren Myzel lebt. Als mögliche Wirte werden beispielsweise Steinpilze, Dickröhrlinge wie der Netzstielige Hexenröhrling, Bitterröhrlinge und auch Fliegenpilze genannt. Dies kann ich aus meinen eigenen Beobachtungen bestätigen: Bei meinen Funden der letzten Jahre waren immer einige der oben genannten Pilzarten in unmittelbarer Nähe zu finden.
Wichtig: Der Mehlräsling ist KEIN Anfängerpilz!
Auch wenn er als guter Speisepilz gilt, sollte man ihn nur sammeln, wenn man ihn hundertprozentig sicher bestimmen kann. Er kann mit tödlich giftigen Trichterlingen verwechselt werden, beispielsweise mit dem Rinnigbereiften Trichterling (Clitocybe rivulosa) und anderen schwer giftigen Arten.
Wer den Mehlräsling sammeln möchte, sollte sich deshalb intensiv mit seinen Bestimmungsmerkmalen beschäftigen. Besonders hilfreich ist die Sporenpulverfarbe: Sie ist beim Mehlräsling rosa.
Weitere wichtige Merkmale sind die herablaufenden Lamellen, die einen leichten Rosaton annehmen können und sich relativ leicht vom Hut lösen lassen. Und dann gibt es noch ein wichtiges Merkmal, das seinem Namen alle Ehre macht:
Der Geruch:
Der Mehlräsling riecht stark mehlartig, manche finden den Geruch gurkenartig. Dieses Merkmal ist bei der Bestimmung sehr wichtig, sollte aber niemals allein für eine sichere Bestimmung herangezogen werden.
Küche:
In Butter und Olivenöl kurz und knusprig angebraten, schmecken Mehlräslinge richtig gut – heuer vielleicht sogar noch besser, weil es so wenige gibt. 😊 Der typische mehlartige Geruch wird beim Braten deutlich schwächer. Dafür kommt ein angenehm würziger und feiner Pilzgeschmack zur Geltung. So zubereitet, schmecken sie wirklich sehr gut, siehe Rezept im nächsten Beitrag.






